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Facebook wird kostenpflichtig?
09.04.2018

Die persönlichen Daten von fast 90 Millionen der Facebook-Nutzer wurden missbraucht. Der Konzern hat zunächst zu diesem Vorfall geschwiegen. Als der Skandal nicht mehr zu ignorieren war, musste sich der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg für die höchst unangenehme Situation entschuldigen, obwohl er seine Mitverantwortung bis jetzt nicht ganz anerkannt hat. Es könnte auch der Grund sein, dass der Konzern ziemlich unerwartete Konsequenzen aus dem Skandal zieht. Statt Datenschutzvorschriften zu überdenken, will Facebook ein Bezahlmodell einführen.
 
Bislang haben die Facebook-Nutzer keinen Cent für die Nutzung des sozialen Netzwerkes bezahlt, es sei denn, sie wollten eine Werbung einschalten. Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin von Facebook, teilte mit, dass sich das Nutzungsmodell ändern könne. Facebook plant, Nutzern eine kostenpflichtige Option zur Verfügung zu stellen, mittels der man den Gebrauch der persönlichen Daten für zielgerichtete Werbung komplett ausschalten kann.
 
Mit anderen Worten will Facebook die Aufgabe zur Sicherung der Daten auf die Schultern der Nutzer abwälzen. „Es gibt geschäftsführende Angelegenheiten, die wir in diesem Unternehmen ändern müssen, und wir sind dabei sie zu ändern. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und dazu etwas unternehmen“, so Sandberg. Es scheint, dass Facebook schon wieder was Falsches gelernt hat. 
 

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