Wirtschaft
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Wucherzahlen vom Finanzamt sind verfassungswidrig?
15.05.2018

Der Bund der Steuerzahler (BdSt)  fordert, dass die Politik Zinssatz halbieren sollte, weil die Steuerzinsen von sechs Prozent pro Jahr viel zu hoch sind. „Sechs Prozent Zinsen gibt es nur noch beim Finanzamt“, sagt der BdSt-Präsident Reiner Holznagel. „Nicht selten zahlen die Steuerzahler nach einer Betriebsprüfung mehr Zinsen als Steuern – das kann nicht angehen.“
 
Wie die Medien übereinstimmend berichten, sei die Zinshöhe von monatlich 0,5 Prozent der Steuerschuld heute realitätsfern und verfassungswidrig.
"Angesichts des nun Jahre herrschenden Zinstiefs kann man doch keinem Bürger mehr die vom Finanzamt verlangten Zinsen erklären", kommentierte der hessische Finanzminister Thomas Schäfer.
 
Eine weitere Nachricht könnte auch die Steuerzahler erfreuen. Der Finanzminister Olaf Scholz will die Steuerzahler ab kommendem Jahr entlasten. Vor allem Bürger mit kleinen und mittleren Einkommen sind dadurch betroffen. Der Steuerzahlerbund hat bereits ausgerechnet, wie viel Geld man dadurch mehr in der Tasche hat. Wie die RP berichtet,  können Bürger je nach Einkommen netto mit vier bis elf Euro mehr im Monat rechnen. So könnten beispielsweise Durchschnittsverdiener mit 3000 Brutto im Monat etwa sechs Euro mehr netto im Monat haben.

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