Wirtschaft
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Geldanlage: Wie gut machen es die Roboter für uns?
09.07.2018

Heutzutage können Roboter, bzw. Robo-Advisors, unser Geld anlegen. Sind sie schlauer als die Menschen? Vermögensverwalter Gottfried Urban hat einen Vergleich gemacht. Nach seiner Überzeugung fehlt den Robotern eine menschliche Charaktereigenschaft –nämlich, die Gier.
 
Finanzanalysten bekommen einen mächtigen Konkurrenten. Vollautomatisierte Anlagesoftwares machen ihren Job. Weltweit verwalten die Roboter mehr als 370 Milliarden Dollar an Anlagen. Der Finanzexperte Urban hat die „finanzielle Intelligenz“ der Robo-Advisors auf die harte Probe gestellt und ist zu dem Schluss gekommen: „Gerade wenn Märkte drehen und Kurse stärker schwanken, kommt der Standard an seine Grenzen. Der menschliche Faktor bleibt unverzichtbar“.
 
Urban hat die Leistung von Robo-Advisors mit der Gesamtentwicklung am Aktien- und Anleihenmarkt verglichen und festgestellt, dass sie schlechter als Fondmanager abschneiden. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Mensch und dem Roboter die besten Ergebnisse lieferte. Auch BWL-Professor an der Frankfurt School of Finance, Peter Roßbach geht davon aus, dass Mensch und Maschine sich ergänzen sollen. „80 Prozent aller Investmententscheidungen sind in der Regel Routine, auch in aktiven Fonds“. Diesen Anteil könnte ein Roboter erfolgreich übernehmen. Die restlichen 20 Prozent seien es aber eine kreative Entscheidung eines Menschen. Ein kluger menschlicher Kopf sei unersetzbar. Mindestens vorerst.  

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