Wirtschaft
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Zunehmende Gewalt in Zügen: Zugbegleiter werden bewaffnet?
20.09.2017

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) weist auf ein Sicherheitsproblem hin und fordert Zugbegleiter mit Pfefferspray auszurüsten, schreibt die „Welt“. Es geht um die Gewalt in Zügen. Die Zahlen von gewalttätigen Übergriffen auf Bahnmitarbeiter steigen. „In diesem Jahr werden wir wohl einen neuen Höchststand erreichen“, kommentierte Gewerkschaftssekretär Marco Rafolt. Alleine im vergangenem Jahr wurden der Statistik zufolge 2374 Überfälle mit Körperverletzung bahnintern gemeldet, im Jahr 2013 waren es nur  1199.
 
„Das sind 84 Angriffe mehr noch als im Vorjahr. Wir glauben zudem, dass die Dunkelziffer noch höher ist“, sagte Klaus-Dieter Hommel, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft gegenüber der „Welt“.
Dabei sieht die EVG aber nicht nur die Polizei in der Pflicht, Zugbegleiter zu schützen, sondern auch die Bahn als Arbeitgeber. Das weitere Problem bestehe aber darin, dass die DB ihre Leistungen im Bereich Sicherheit weiter reduziert.
Für die DB sei aber die Gewalt ein gesellschaftliches Phänomen. Nach Informationen der DB habe man das Sicherheitsbudget in diesem Jahr um zehn Millionen auf 170 Millionen Euro erhöht.
 
„Unser Ziel ist die Erhöhung des Eigenanteils an Sicherheitskräften“, sagte der Bahnsprecher. Seiner Ansicht nach würde man die Angestellten „lieber heute als morgen“ mit Pfefferspray ausstatten, doch dafür brauche man klare Regelungen und eine genaue Schulung. 

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