Wirtschaft
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Google zeigt Berlin den Mittelfinger
30.10.2018

Wenn ein Großunternehmen verlässt das Land, ist das immer ein schlechtes Zeichen für die Wirtschaft. Berlin tickt aber ganz anders und hat de facto den Tech-Konzern Google gezwungen, die deutsche Hauptstadt zu verlassen. Ramona Pop, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, freut sich darüber, dass Berlin zu einem marginalisierten Ort wird. Die Logik ist alles andere als verständlich. 
 
Während die Zahl der No-Go-Areas in Berlin deutlich zunimmt, protestieren die linken Politiker und Aktivisten gegen den Bau eines Gründercampus im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Google will nicht mehr für seine Idee kämpfen. Der Plan it nun endgültig aufgegeben. Google wird es sicherlich verkraften, aber Berlin und Deutschland haben insgesamt verloren. Denn es geht nicht mehr nur um Google. Auch das neue Hotel „Orania“ in Kreuzberg, ein bereits bestehendes Gründerzentrum „Factory Berlin“ und ein weiteres in Kreuzberg geplantes Startup-Zentrum wollen die Aktivisten bekämpfen. Die Unternehmer müssten „enteignet“ werden. Die Initiative wird unterstützt von Politikern im Bezirk.
 
Die Kritiker der Entwicklung begründen ihre Position damit, dass die Immobilien-Preise in Berlin nach oben korrigierte würden, falls Google in die deutsche Hauptstadt zieht. Die Frage ist aber, ob das ein Problem der Großkonzerne ist oder der Regierung, die nicht in der Lage ist, die Preise zu dämmen. Die Logik der Kritiker ist also: Wir machen aus Berlin ein zweites Mogadischu, dann die Immobilien-Preise sicherlich nach unten gehen. Oder auch nicht. Wer weiß.

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