Wirtschaft
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Handelskrieg zwischen den USA und China: am Ende verlieren alle
03.09.2019

Die USA und China ringen seit einem Jahr miteinander um den Abschluss eines Handelsabkommen, das für Donald Trump so wichtig ist, dass der amerikanische Präsident einen regelrechten Handelskrieg mit der Volksrepublik anfing. Am ersten September traten nun zum ersten Mal auch die neuen beiderseitigen Strafzölle in Kraft. Für die Weltkonjunktur ist die Situation schlimm.

 

Die USA verhängten die neuen Sonderabgaben in Höhe von 15 Prozent auf weitere chinesische Importe im Wert von mehr als 100 Milliarden US-Dollar. China fackelte nicht lange und antwortete mit Gegenzöllen in Höhe von fünf und zehn Prozent. Es wurden von Trump noch weitere Strafzölle angekündigt, aber um das Weihnachtsgeschäft nicht zu belasten, verschiebt der US-Präsident ein Teil davon auf Dezember. Dann wird es für Chinesen richtig eng: die Sanktionen gelten dann auf fast alle Warenimporte aus China.

 

Die chinesischen Gegenzölle werden vor allem die US-Bauer hart treffen: auf Fleisch, Gemüse wie Mais und Kartoffeln, Obst und Meeresfrüchte fallen zusätzliche zehn Prozent an. Fünf Prozent werden künftig auf Sojabohnen, Milchprodukte, Pilze und Chemikalien erhoben. Weitere Sanktionen sind in Planung. Sollte es zu keinen neuen Gesprächen zwischen zwei Rivalen kommen, wird die Weltkonjunktur enorm gebremst.

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