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Hartz-IV-Empfänger gewinnt im Lotto und Jobcenter macht DAS
13.02.2018

Ein skurriler Fall ereignete sich mit einem Hartz-IV-Empfänger. Eigentlich müsste er sich freuen. Er hat 210 Euro im Lotto gewonnen. Für einen Hartz-IV-Empfänger ist es fast wie ein Vermögen. Und dieses zusätzliche Geld könnte er wirklich gut gebrauchen. Doch seine Freude war zu früh, denn dann kam eine böse Überraschung.
 
Zunächst hat er von einem Experten erfahren, dass Hartz-IV-Empfänger grundsätzlich das Recht haben, an Glücksspielen wie Sportwetten und Lotterien teilzunehmen. Aber, wie die HuffPost berichtet, bleibt ihm von seinem Gewinn trotzdem nicht viel übrig. Er muss seinen Gewinn beim Jobcenter angeben. Das heißt: die Behörden können bis zu 100 Prozent seiner Hartz-IV-Leistungen streichen. In diesem Fall durfte der „Glückspilz“ von 210 Euro nur 50 Euro behalten.
 
Das Jobcenter beurteilt Gewinne als „einmalige Einnahmen“.  Mit anderen Worten: Dadurch wird ein Hartz-IV-Empfänger weniger „bedürftig“. Darum werden die Leistungen gekürzt. Wie ein Verbraucher-Experte erklärte, dürfe ein Hartz-IV-Empfänger bis zu 50 Euro im Jahr gewinnen. Deshalb wird das Amt 160 Euro einbehalten. 

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