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Jetzt reicht Hartz IV nicht mal mehr für Strom
20.09.2017

Hartz-IV-Empfänger bekommen von 2018 an mehr Geld. Schließlich steigt der Regelsatz für Alleinstehende um wenige Euro. Eigentlich ist es ein Grund für Freude. Aber es gibt ein Aber. Die Preise für Energie steigen auch weiter.
 
Wie NTV berichtet, bekommen Alleinstehende eine Erhöhung um 7 auf 416 Euro im Monat. Die Paare -  um 6 auf 374 Euro pro Person. Aber wie die Berechnungen des unabhängigen Verbraucherportals Verivox zeigen, zahlt ein Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 1500 Kilowattstunden (kWh) aktuell im Durchschnitt 486 Euro pro Jahr für Strom. Das sind 40,50 Euro pro Monat und nicht 35,09, wie der Gesetzgeber vorsieht. Die Differenz zwischen dem Bedarf und Regelsatz steigt, sowie die Strompreise steigen.
 
Mit anderen Worten: Stromkunden werden eventuell in den kommenden Jahren höhere Rechnungen bekommen. Grund dafür seien Folgekosten der Energiewende. Außerdem sei es nicht leicht für die Hartz-IV-Empfänger ihre Kosten durch den Anbieterwechsel zu senken. Viele Stromanbieter können die Belieferung ablehnen, wenn sie die Bonität überprüfen.  

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