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Ihr Medikament ist nicht vorhanden: Was sollte man tun?
30.10.2019

Eine rechtzeitige Einnahme von Medikamenten ist ein essenzieller Teil der medizinischen Versorgung. Es stellte sich aber heraus, dass es in Deutschland gravierende Lieferprobleme gibt. Selbst bei solchen gängigen Arzneimitteln wie Iboprufen können Lieferengpässe entstehen. Genau das war 2018 der Fall, als die Lieferungen von einer wichtigen Produktionsstätte in den USA ausgefallen waren. Die zuständigen Behörden wissen über dieses Problem. Da die Ursachen komplex sind, sollte man auf die Empfehlung der „Zeit“ hören: Im Notfall bitte hamstern!
 
Grundsätzlich liegt es im Interesse der Hersteller, Lieferengpässe zu vermeiden. Es gibt aber viele mögliche Not-Situationen, die immer wieder auftreten können. Die Maschinenanlagen werden defekt; Die Produktion wird verlagert; eine Produktionscharge muss wegen nachgewiesenen Mängeln zurückgerufen werden; der Bedarf steigt unerwartet an, usw. Einige Arzneimittel weisen Besonderheiten auf, wie z.B. Grippeimpfstoffen können nicht auf Vorrat gelagert werden. Sie müssen direkt nach der Fertigstellung ausgeliefert werden.
 
Um unangenehme Überraschungen bei der Bestellung von Medikamenten zu vermeiden, rät es sich, ab und zu die Webseiten von zwei deutschen Arzneimittelbehörden zu besuchen. Über aktuell nicht lieferbare Impfstoffe informiert Paul Ehrlich Institut. Außerdem kann man auf der Institut-Webseite die Information darüber bekommen, welche alternative Impfstoffe eingesetzt werden können. Auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte wird eine Liste von Humanarzneimitteln veröffentlicht, bei denen es aktuell offene Lieferengpässe gibt.
 
 

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