Wirtschaft
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Facebook wird für DIESEN illegalen Handel missbraucht
12.09.2018

Facebook ist bekannt für lustige Postings von niedlichen Kätzchen und Welpen. Wie die Tierschutzorganisation "Traffic" jetzt herausgefunden hat, wurden auf Facebook illegal bedrohte Tierarten zum Verkauf angeboten. In zwölf geschlossenen Gruppen haben kriminelle Händler etwa 1500 Wildtiere verkauft. Es ging nicht nur um lebende Tiere. Einzelne Körperteile von toten Tieren konnte man auch bestellen.
 
„Der wachsende Online-Wildtierhandel erhöht den Druck auf ohnehin schon bedrohte Tierarten, die bisher nicht gesetzlich geschützt werden", sagte Kanitha Krishnasamy, Traffic-Regionaldirektorin zu den Recherchen ihrer Organisation. Schon ein illegal verkauftes Tier kann das Überleben einer ganzen Art gefährden. Wie zum Beispiel ein Schildschnabel, der auch zum Verkauf angeboten wurde. Diese extrem seltene Vogelart aus Südostasien ist vom Aussterben bedroht.
 
In den Nutzungsbestimmungen von Facebook wird der Wildtierhandel explizit verboten. Das Netzwerk hat versichert, die Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen zu intensivieren, um entsprechende Gruppen und Seiten möglichst schnell zu entfernen. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass eine Gruppe allein innerhalb von zwei Jahren mehr als 203.000 Mitglieder bekommen hat.

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