Wirtschaft
shutterstock.com
Immobilien-Aktien: SO können auch Sie reich werden
11.09.2018

 
Überteuerte Wohnungen in Deutschland sind ein akutes Problem. Seit dem Jahr 2009 sind die Preise für Immobilien in Deutschland um 50 Prozent gestiegen. Wohneigentum in Deutschland ist so teuer wie sonst nirgendwo in der Eurozone.  Und das Schlimmste daran:  Der Preisanstieg geht unvermindert weiter. Die unkontrollierte Preisspirale ist ein Problem sowohl für die Mieter als auch für die Käufer. Paradoxerweise ist aber auch der Kauf von Immobilien zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine besonders gute Idee.
 
Auf den ersten Blick scheint es, dass die Preisblasen auf dem Immobiliensektor nur der Gewinnmaximierung dienen. Die Logik funktioniert dabei so: Man kaufe eine Wohnung, vermiete sie eine Zeit lang und verkaufe sie dann weiter - bereits zu einem viel höheren Preis. Diese Logik ist allerdings irreführend. Bei Quadratmeterpreisen von 4000 Euro und mehr bleibt der Gewinn bestenfalls bei plus zwei Prozent. Dieser Wert entspricht gerade einmal der Inflationsrate. Die echten Gewinner sind nicht einzelne Käufer, sondern Immobilienriesen, die größere Wohneinheiten kaufen und verwalten. Da es sich dabei allerdings meistens um Aktiengesellschaften handelt, können auch physische Personen am Profit der Großkonzerne teilhaben, indem sie deren Aktien kaufen.
 
Die Dividendenrenditen liegen im Bereich von 3,5 bis zu 6 Prozent. Im Unterschied zu Immobilien selbst, kann man eine Immobilien-Aktie ganz schnell verkaufen und somit Profit erzielen. Wie auch sonst beim Aktienmarkt üblich, sollten die Anleger daran denken, dass ein allgemeines Aktienrisiko besteht. Daher gilt auch hier die goldene Regel der Kapitalanlage: Nicht alle Eier in einen Korb legen.
 

Tweet