Wirtschaft
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“In die Ecke gedrängt”: Bundesweiter Protest der “Klimakiller”
22.10.2019

Tausende Bauer gehen auf die Straßen, um gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung zu protestieren. Die wichtigen Entscheidungen in der Agrarwirtschaft würden ohne Beteiligung der Bauer getroffen, lautet der Vorwurf der Demonstranten. “Wir möchten, dass die Politik und Verbände mit uns als Basis sprechen”, fordert Meike Schulz-Brokers vom landwirtschaftlichen Netzwerk “Land schafft Verbindung”. 

 

Das akute Problem besteht vor allem in der Klimapolitik der Regierung. Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) haben sich auf Klimapläne geeinigt, die mehr Natur- und Tierschutz in der Landwirtschaft fördern sollen. Die Klimapläne an sich sind nicht schlecht und basieren auf aktuellen Engpässen in der Naturschutzpolitik. So kann der dramatische Rückgang bei Feldvögeln bislang nicht gestoppt werden. Genauso konnten auch die Nitratmengen nicht verringert werden, die durch Überdüngung ins Grundwasser gelangen. Die Klimaschutzpolitik wird aber in vielen Fällen auf Kosten der Bauern betrieben, was konsequenterweise einen Widerstand hervorruft.     

 

"Die Landwirte fühlen sich in die Ecke gedrängt, verunsichert und in ihrer Existenz bedroht”, zeigt sich Silvia Breher, Kandidatin für den stellvertretenden CDU-Vorsitz, solidarisch mit den Demonstranten. Auch CDU-Vorstandsmitglied Henrik Wärner zeigte Verständnis für den Protest. Die Landwirte fühlen sich als “als Tierquäler, Wasserverschmutzer und Klimakiller diskreditiert”, meinte der Politiker. 

 

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