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Um 46% zu teuer: Bundesregierung verliert Kontrolle über Immobilienpreise
05.07.2018

Dass Immobilienpreise in Deutschland extrem hoch sind, wissen fast alle im Land. Jetzt hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) zum Schluss gekommen, dass die Preisspirale außer Kontrolle geraten sei, und forderte die Bundesregierung, Immobilienmarkt strenger zu kontrollieren. „Hauspreise in Deutschlands größten Städten schneller gestiegen, als durch Nachfrage und Fundamentaldaten erklärt werden kann", heißt es schwarz auf weiß im aktuellen IWF-Bericht.
 
Seit dem Jahr 2009 haben sich die Preise für Immobilien in Deutschland um 50 Prozent verdoppelt. Wohneigentum in Deutschland ist so teuer wie nirgendwo sonst in der Eurozone. Schlimm ist es, dass der Preisanstieg unvermindert weitergeht. Schuld daran ist vor allem  das grobe Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. In Deutschland wird in den letzten Jahren immer weniger gebaut. Gleichzeitig suchen aber immer mehr Menschen Wohnraum. Seit 2012 sind rund 1,8 Millionen Einwohner hinzugekommen. Zudem benötigen noch 800.000 zusätzliche Studenten eine Bleibe.
 
Laut IWF-Bericht sind die Preise insbesondere in München überbewertet. Sie liegen um 46 Prozent über dem Niveau, das von Fundamentaldaten zu erwarten wäre. Stuttgart und Düsseldorf sind laut Bericht am wenigsten betroffen. In diesen zwei Städten gebe es eine Überbewertung von etwa 15 Prozent.

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