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Kampf gegen Online-Abzocke: Abo-Fallen gehören der Vergangenheit an?
05.02.2020

Dienste der Drittanbieter haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu den Kostenfallen für die Verbraucher gesorgt. Unbegründet hohe Rechnungen, Mahnungen von den dubiosen Inkassounternehmen sollen nun endlich passe sein, denn neue und strenge Vorschriften beim Abschluss eines Abos schieben den Providern den Riegel vor.

 

Ab dem 1. Februar 2020 wird das Bezahlen von Abonnements und Einzelkäufen, die Drittanbieter über die Mobilfunkrechnungen des Providers  abrechnen können, von der  Bundesnetzagentur neu geregelt. Mobilfunkanbieter sollen ab sofort mit technischen, administrativen und finanziellen Maßnahmen dafür sorgen, dass es für die Verbraucher keine Kostenfalle oder gar Abzocke im Zusammenhang mit den Drtittanbieterleistungen mehr gibt. Provider wie Deutsche Telekom oder Vodafone dürfen die Kosten für Drittanbieterdienste nur dann über die Mobilfunkrechnung abrechnen, wenn der Kunde für den Bezahlvorgang vom Provider per Redirect (Umleitung) an die Website des Diensteanbieters übermittelt wird, oder es eine Identifizierung beim Drittanbieter durch einen Login gibt. 

 

Für Abonnements ist der Redireckt-Vorgang Pflicht geworden. Eine Geld-zurück-Garantie sowie ein Online-Beschwerdeformular stehen Verbrauchern ab Februar zu. Die Bundesnetzagentur rät den Verbrauchen, die unerwünschten oder strittigen Beiträge von Drittanbietern auf ihren Rechnungen zu reklamieren und gegebenenfalls zurückbuchen zu lassen. Auf alle Fälle sollte eine Beschwerde über Online-Formular eingelegt werden, denn die Mobilfunkanbieter sind nun verpflichtet, solchen Kundenbeschwerden nachzugehen.

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