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Klimapaket: Ziele der Bundesregierung sind utopisch
09.03.2020

Während der Vorbereitung des Klimapakets wurde die Bundesregierung mehrfach von den Wissenschaftlern auf dessen Schwäche hingewiesen. Um es nun bestätigt bekommen, bestellte das Kabinett gleich zwei Gutachten, die mit einem vernichtenden Ergebnis endeten: Das Klimaschutzpaket der schwarz-roten Koalition wird sein Ziel verfehlen.

Schuld daran soll laut den Gutachtern die Emissionen des Verkehrs sein: „Beide Studien kommen zu dem Ergebnis, dass das Klimaschutzprogramm 2030 nicht ausreichen wird, um diese Emissionsminderungsziele zu erreichen.“ Die Defizite werden im Laufe der Zeit steigen. Das betrifft, außer Abfallindustrie, fast alle Sektoren. Dabei hätten Industrie und Energiewirtschaft bei den ausreichenden Annahmen noch eine Chance -  im Gebäudebereich und beim Verkehr schafft man es nicht mehr.

Die Regierungsziele 2030 waren es bislang, dass der gesamte Verkehr, sprich Autos, Flugzeuge und Schiffe, nur noch 98 Tonnen Kohlendioxid (CO2) anstatt 162 Millionen Tonnen im Jahr ausstoßen soll. Die beauftragten Gutachter kamen auf ganz andere Zahlen. Dem Institut Prognos und dem Öko-Institut zufolge sehen 125 bis 128 Millionen Tonnen als realistisch. Nun ist es klar, dass es „vor allem hier der größte Handlungsbedarf besteht“. Ursprünglich wollte Deutschland seinen CO2-Ausstoß bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.

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