Wirtschaft
Foto: Shutterstock.com
Kosten der Zuwanderungswelle wurden SO unterschätzt – Steuererhöhung kommt?
10.01.2018

Deutsche Beamte müssen die Zuwanderungswelle verwalten und abarbeiten, schreibt Focus unter Berufung auf  den Beamtenbund DBB. Man braucht zusätzliches Personal. Bereits jetzt fehlen deutschen Behörden mehr als 200.000 Mitarbeiter.
 
Nach Ansicht des Finanzwissenschaftlers Bernd Raffelhüschen muss man aber nicht, noch mehr Menschen verbeamten. Der Professor an der Universität Freiburg sagte gegenüber FOCUS Online, dass Deutschland bei der Zuwanderung sich „naiv angestellt" habe.
 
"Die Zuwanderungswelle kostet ein Vermögen. Das wird jetzt immer klarer."  Deshalb muss man gut überlegen, wie man diese Kosten bewältigt. „Dort, wo Personal wirklich gebraucht wird – etwa an den Schulen oder bei der Polizei – muss man sich natürlich um Nachwuchs bemühen.“ Es reiche aber Lehrer auf Zeit anzustellen und nicht sie verbeamten. Am Ende jedoch führe an einer Steuererhöhung - "oder besser einer Senkung konsumptiver Ausgaben" - kein Weg vorbei, zitiert Focus seine Warnung. „Das schmeckt den Politikern nicht, die das jetzt erklären müssen.“
 

Bei seinen Berechnungen kommt der Experte auf eine implizite Verschuldung des deutschen Staates von 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die offiziellen Zahlen sind aber viel niedriger. Dabei hat er die Folgekosten der aktuellen Sozial- und Rentenpolitik mitberechnet. Deshalb müssten Bund, Länder und Kommunen bereits jetzt mehr Rücklagen bilden.

Tweet