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Kurzarbeit: Deutsche Arbeitnehmer haben die schlechtesten Konditionen in der EU
02.04.2020

Die Wirtschaft leidet unter der Corona-Krise enorm. Damit die Arbeitsplätze erhalten bleiben, greifen viele Unternehmen zu einer Maßnahme, die es in sich hat. Die Mitarbeiter werden zur Kurzarbeit gezwungen, was in Deutschland in vielen Fällen zum Existenzverlust führt.

Im Vergleich zu den anderen EU-Ländern schneidet die Bundesrepublik in dieser Hinsicht schlecht ab. Laut einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) erhalten die Beschäftigten in den Nachbarländern im Falle der Kurzarbeit zwischen 80 und 100 Prozent des Gehalts. In Deutschland müssen sich die Arbeitnehmer mit  60 oder in Haushalten mit Kindern mit 67 Prozent des monatlichen Einkommens zufriedengeben.

In Irland, Dänemark, den Niederlanden und Norwegen gibt es ein Kurzarbeitergeld, das bis zu 100 Prozent des Lohnausfalls kompensiert. In Schweden, Österreich, Großbritannien, Italien und der Schweiz wird die Kurzarbeit mit 80 Prozent oder mehr vergütet, in Spanien, Belgien und Frankreich mit 70 Prozent. Die Wirtschaftsforscher fordern die Anhebung des Kurzarbeitsgeldes auch in Deutschland, denn Beschäftigten aus dem Dienstleistungssektor, die ein geringeres Einkommen haben, werden wohl zusätzlich die Hartz-IV-Leistungen in Anspruch nehmen müssen.

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