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Listerien-Alarm in Hessen: Diese Produkte sind lebensgefährlich
09.10.2019

Die mit gefährlichen Keimen infizierten Wurstwaren des Lebensmittelhersteller Wilke haben bereits zu zwei Todesfällen geführt. 37 Menschen haben schwere Vergiftung und werden in Krankenhäusern behandelt. Das hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz schlägt Alarm und veröffentlicht die Liste der Marken, die die Verbraucher auf keinen Fall kaufen sollen.  
 
"Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen sind alle Eigenmarken der Fa. Wilke mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG", ebenso folgende Marken und Handelsnamen, sofern sie das Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" tragen, betroffen“, heißt es in der Erklärung. Die betroffenen Marken sind:
 
Haus am Eichfeld
Metro Chef
Service Bund "Servisa"
CASA, Pickosta
Sander Gourmet
Rohloff Manufaktur
Schnittpunkt
Korbach
ARO
Findt
Domino
Wilke
 
 
"Die Kunden werden sicherheitshalber gebeten, im Zweifelsfall bei den jeweiligen Verkaufsstellen nachzufragen, ob dort Produkte der Firma Wilke verkauft wurden", teilte das Ministerium mit. Eine Vergiftung durch Listerien bleibt oft unidentifiziert, weil sie die gleichen Symptome wie eine Grippe hat: Fieber und Gliederschmerzen. Im schlimmsten Fall führt die Vergiftung zu einer Sepsis oder einer Hirnhautentzündung, was für Betroffene lebensbedrohlich wird.
 
"Im Fall Wilke Wurstwaren stellen sich derzeit noch viele Fragen, die beantwortet werden müssen, um Wiederholungen zu vermeiden", sagt Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz. Der Betrieb mit 200 Mitarbeitern wurde vorerst geschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen.
 
 

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