Wirtschaft
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Luftfahrtgipfel: Fluggäste müssen sich auf großes Elend einstellen
01.04.2019

Das Elend der Fluggäste überschritt im vergangenen Jahr alle Grenzen. Um die Situation zu bessern, schlossen sich Politik und Wirtschaft bei dem ersten Luftfahrtgipfel zusammen und vereinbarten 25 Maßnahmen, die die Sicherheitskontrollen, Personalmangel und Flugausfälle betrafen. Nur die Gewerkschaften blieben außen vor. Nun überprüft der zweite Luftfahrtgipfel, was sich mittlerweile getan hat.
 
Und das Ergebnis sieht düster aus. Die Gewerkschaft der Fluglotsen (GdF) meinte, dass es zu keinerlei Verbesserungen kommen kann. Der Bundesvorsitzende Matthias Maas klagte über das Mangel an Fluglotsen und rechnete damit, dass jeder Überflug sich durchschnittlich auf fünf Minuten verspäten wird, was wiederum die Flugpläne durcheinander bring.
 
Als ein weiteres großes Problem erwiesen sich die Fluggastenkontrollen, die im internationalen Vergleich sehr schlecht abschnitten. So werden in einer Stunde doppelt so viele Passagiere in Amsterdam oder London gegenüber Frankfurt kontrolliert. Am Flughafen Köln/Bonn gab es zwar einen erfolgreichen Test einer schnelleren Anlage für Passagier-Kontrollen, die wurde aber mittlerweile wieder abgebaut. „Ich befürchte, es wird besser, aber es wird nicht gut“, gab der Lufthansa-Chef Carsten Spohr seine Prognose für den nächsten Sommer.

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