Wirtschaft
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Mietenregulierung: Werden die Wohnungen enteignet?
23.01.2019

Die Mietpreise sind bundesweit nicht mehr kontrollierbar. Das wissen Mieter, Ökonomen und Politiker. Die staatliche Regulierung des Wohnungsmarktes ist eine radikale Maßnahme, die immer mehr Befürworter gewinnt. Die deutsche Hauptstadt will nun sogar in einem Volksentscheid über mögliche Enteignungen abstimmen.
 
Die Bürgerinitiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ startet eine Petition zur staatlichen Regulierung des Wohnmarktes. Das Ziel ist es, die „Vergemeinschaftung“ der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Berlin durchzuführen. Inzwischen unterstützen viele Politiker, unter anderem auch der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), diese Initiative. Alle sind sich darüber einig, dass es notwendig sei,  einen harten Mietpreisdeckel einzuführen. Umstritten ist nur die Art und Weise, wie die staatliche Kontrolle zustande kommen sollte.
 
„Der Staat müsste erhebliche Mengen an Kapital aufwenden, um die Wohnungen zu kaufen. Es müssten auch sehr viele Wohnungen sein, wenn es einen breiten preisdämpfenden Effekt haben soll. Der dafür notwendige Aufwand steht in keinem Verhältnis zum möglichen Ergebnis und ist schlicht ineffizient“, sagt Steffen Sebastian, Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung an der Universität Regensburg. Während die Politiker und Ökonomen debattieren, klettern die Mietpreise weiter ungehindert nach oben. 

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