Wirtschaft
Ab jetzt haben nicht nur Banken Zugriff auf Ihre Kontodaten
08.01.2018

Wie der Focus berichtet, gibt es jetzt eine grundlegende Änderung beim Banking seit Jahren: Ab dem 13. Januar gilt die „PSD2“-Richtlinie. Damit verlieren die Banken den exklusiven Zugriff auf Kontodaten. Diese Änderung soll nun den Schätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Konten in Europa betreffen. Damit will die EU den  Wettbewerb in Europa fördern.
 
Früher konnten nur die Banken wissen, wie viel Geld Privatkunden haben und für was sie es ausgeben. Mit diesem Wissen kann man gezielt Werbung schalten und eventuell diverse Baufinanzierungen, Kredite, Versicherungen oder Wertpapiere anbieten. Jetzt aber werden die Banken diesem Medienbericht zufolge auch Drittanbietern wie Finanz-Start-ups (Fintechs) den Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden ermöglichen.
 
Früher mussten die Verbraucher bei einem Missbrauch der Bank- oder Kreditkarte oder von Kennziffern im Online-Banking für Schäden bis zu 150 Euro selbst haften. Jetzt soll diese Haftungsgrenze auf 50 Euro sinken, berichtet der Focus unter Berufung auf Bankenverband.
 
Auch bei Online-Buchungen gibt es Änderungen, die verbraucherfreundlich sind.  Wenn man Mietwagen oder Hotels reserviert, dürfen die Firmen zur Sicherheit automatisch eine gewisse Summe auf der Kreditkarte von Kunden nicht mehr blockieren, es sei denn der Kunde hat ausdrücklich zugestimmt.

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