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Neues Gesetz: Bildungsangebote werden teurer
18.09.2019

Ein lebenslanges Lernen soll in Deutschland möglich sein. Das propagierte mal die große Koalition. Nun weht von ihrer Seite ein ganz anderer Wind: wegen eines geplanten Gesetzes werden die Kursgebühren bei Volkshochschulen steigen.

 

Es gibt rund 900 Volkshochschulen in Deutschland. Dort werden Sprachkurse, Computerkurse für Senioren und Fortbildungen angeboten. Das Preisniveau macht die Teilnahme an den Bildungsangeboten auch für Sozialempfänger möglich. Grund dafür ist die Umsatzsteuerbefreiung, die für Volkshochschulen gilt. Zumindest bis jetzt, denn mit dem von der Regierung geplantem Gesetz würde diese Befreiung nicht mehr geben.

 

Das Gesetzesentwurf, in dem es sowohl um eine längere Förderung von Elektroautos, als auch um die neue Regelung für VHS geht, wurde von dem Bundeskabinett am 31. Juli gebilligt. Die Steuerbefreiung wird nur für die Bildungsangebote gelten, die zu einem Bildungsabschluss führen oder zu einer beruflichen Weiterbildung dienen. Der Deutsche Volkshochschul-Verband und andere Weiterbildungsanbieter schlagen Alarm: durch das neue Gesetz werden Kursteilnehmer zusätzlich steuerlich belastet.

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