Wirtschaft
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Personalmangel: Deutsche Bahn setzt auf Flüchtlinge
10.02.2020

Die deutsche Bahn leidet unter anderem an Personalnot. Nach Angaben des Konzerns fehlen ihm bundesweit etwa mehrere Tausend Lokführer. Es scheint, dass der DB-Vorstand nun eine Lösung gefunden hat. Der Konzern setzt auf Flüchtlinge und bietet eine einjährige Ausbildung an. Das Projekt wird  von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt.

Momentan geht es um ein Pilotprojekt. Die ersten 15 Flüchtlinge im Alter von 22 bis 36 Jahren haben bereits die Ausbildung aufgenommen. Wenn die Ergebnisse gut sind, wird das Projekt erweitert. Die Auszubildenden kommen aus Syrien, Marokko, Tunesien und Sri Lanka. Die Voraussetzungen für die Ausbildung sind Aufenthaltserlaubnis, befriedigende Deutschkenntnisse sowie Grundkenntnisse in Mathe, Naturwissenschaften und Technik.

„Wer den Check-up erfolgreich durchläuft und anschließend einen Medizinisch-Psychologischen Test besteht, bekommt einen Ausbildungsplatz", sagt die Deutsche Bahn. Das Projekt kostet 1 Million Euro. Das Ziel ist es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Zum einen soll Personalmangel in der Bahnbranche beseitigt werden und zum anderen will man Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren. Es bleibt nur zu hoffen, dass die teure Maßnahme sich auszahlt.

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