Wirtschaft
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Pflegepolitik: „Wer hat das erwirtschaftet? Das sind die, die jetzt in der Scheiße liegen!“
10.10.2017

Bei seinem zweiten großen Auftritt im deutschen Fernsehen hat der Azubi Alexander Jorde für ein Umdenken in der Pflegepolitik plädiert. Der deutsche Wohlstand sei ein Verdienst der älteren Generation. Das Problem überforderter und unterbezahlter Pflegekräfte soll endlich ernst genommen werden.
 
„Wer hat denn unseren Wohlstand erwirtschaftet?", fragte er in die Runde und zählte weiter auf: Heute würden alle in Gleitzeit arbeiten, maximal 40 Stunden pro Woche. „Alle fahren gute deutsche Mittelklassewagen“, fügte Jorde hinzu. Laut Merkel gehe es dem Land gut. Doch: „Wer hat das erwirtschaftet? Das sind die, die jetzt in der Scheiße liegen!“, resümierte der Azubi.
 
„Es gibt keinen Beruf, in dem die Leute so schnell wieder raus sind aus der Praxis. (...) Ganz einfach weil der Job zu stressig ist und zu wenig honoriert wird“, erklärte er. Von der „privaten Vorsorge“ halte er nicht viel, denn es sei für die meisten Menschen keine Alternative. „Wie soll man denn privat vorsorgen, wenn man zum Beispiel nur Mindestlohn verdient?“ Leider konnte ihm niemand antworten.

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