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Private Krankenversicherung jetzt auch für Geringverdiener?
25.09.2017

Eine medizinische Privatversicherung hat viele Vorteile. Private Patienten bekommen grundsätzlich bessere Leistungen. „Wer auf Spitzenleistungen für seine Gesundheitsversorgung setzt, findet im Lager der privaten Krankenversicherer ein umfangreiches Angebot“, sagt Michael Franke, geschäftsführender Gesellschafter der Rating-Agentur Franke und Bornberg (FB). Die Qualität hat allerdings ihren Preis. Privatversicherte zahlen deutlich höhere Beiträge als gesetzlich Versicherte. Man kann jedoch Tarife finden, die sich auch Geringverdiener leisten können.
 
Im jährlichen PKV-Test von FOCUS- MONEY und der Rating-Agentur Franke und Bornberg werden die besten medizinischen Policen aufgelistet. Das Problem ist aber, dass nicht alle Arbeitnehmer den PKV-Schutz in Anspruch nehmen dürfen. Im Jahr 2017 gilt ein Bruttojahresverdienst von über 57.600 Euro als Voraussetzung für die Privatversicherung. Der Gesetzgeber hat jedoch eine Erleichterung für die Arbeitnehmer verabschiedet. Es reicht, wenn das Einkommen die Mindestschwelle nur 12 Monate übersteigt. Früher war die Frist auf drei Jahre festgelegt.
 
Selbst wenn man das Einkommen unter der Mindestschwelle hat, gibt es Möglichkeiten zum Wechseln. Selbstständige, Freiberufler und frisch eingeschriebene Studenten dürfen privatversichert sein - ohne Rücksicht auf ihre Einkommensgrenzen. Wer diese Option in Anspruch nimmt, raten die Experten, entweder Axa oder Hallesche Privatversicherung zu wählen. Die beiden Versicherungsfirmen schneiden hervorragend bei dem PKV-Test ab.