Wirtschaft
Promis auf Hartz IV: SO blamiert sich RTL 2
08.05.2018

So viel Spott hat bestimmt noch keine Sendung in Deutschland geerntet. Das von RTL2 gestartete TV-Projekt landete tief im Keller. Die Idee der Sendung war es, dass die reichen deutschen Promis einen Monat lang von Hartz IV leben sollten. Das Problem mit der Sendung bestand darin, dass weder die Promis noch die Produzenten überhaupt keine Ahnung davon haben, was es eigentlich bedeutet, von 736 Euro im Monat zu leben.
 
Fürst Karl-Heinz zu Sayn-Wittgenstein und seine Ehefrau waren die ersten Versuchskaninchen der TV-Sendung. Der Immobilienmakler mit einem Vermögen von 25 Millionen Euro und seine Ehegattin verließen ihre Villa auf Mallorca und zogen in eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Köln-Zollstock. Was ein interessantes soziales Experiment hätte werden können, verwandelte sich schnell in eine Farce.
 
Die prominente Familie hat ein Auto zur Verfügung gestellt bekommen. Für die TV-Produzenten ist es allem Anschein nach eine Selbstverständlichkeit, dass die Hartz IV-Empfänger ein Auto besitzen können. Wofür brauchen sie ein Auto? Auf jeden Fall nicht zum Einkaufen. Denn zum Supermarkt fährt die prominente Familie mit... einem Taxi.
 
Die Empörung der Zuschauer war riesig. „Promis auf Hartz IV auf RTL2 ist entwürdigend für alle Bezieher von Alg II. Schämt euch so ein Format zu zeigen", kommentierten die Internetnutzer auf der RTL2-Seite.
 

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