Wirtschaft
Renditewahnsinn - Bitcoin durchbricht erneut die 8.000 US$ Marke
14.05.2019

Die Wirtschaft wackelt weltweit.. Ein stagnierendes Zinsniveau, dramatisch sinkende Aktienkurse, das Einbrechen des Dow Jones und die Anlage in Staatsanleihen erwirtschaftet ohnehin sowieso kaum Renditen… Was bleibt Anlegern also noch, um ihr Erspartes vor voranschreitender Geldentwertung zu retten? Momentan heißt die Antwort wohl Bitcoin.

Seit unserem letzten Beitrag über die Kryptowährung von Anfang April hat der Coin bereits wieder über 3.000 USD zugelegt. Allein in den letzten 14 Tagen legte BTC um sage und schreibe 53 Prozent zu. In der Nacht zum Dienstag, dem 14. Mai, knackte das digitale Krypto-Gold erstmals seit Juli 2018 die 8.000-US-Dollar-Marke.

5 Gründe warum Bitcoin 100% steigt

Gemessen zum Jahresbeginn ist das Wachstum noch eindrucksvoller: Seit Anfang Januar legte Bitcoin sage und schreibe 116 Prozent zu. Wer Anfang des Jahres einstieg, konnte die Investition innerhalb von fünf Monaten mehr als verdoppeln.

Die Hintergründe zum traumhaften Anstieg sind jedoch nicht einfach an einem Faktor festzumachen.
So spielen einerseits positive Verlautbarungen, wie z.B. die Ankündigung Bakkts (ein Krypto-Ableger der Intercontinental Exchange (ICE)), ab Juli dieses Jahres den Verkauf der Bitcoin Futures aufzunehmen, eine Rolle.
Anderseits liegt es in einem Mix aus positiven Fundamentalwerten sowie der allgemein bullishen Marktstimmung begründet, dass derlei Meldungen überhaupt einen solchen Impact haben.

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Denn zehn Jahre nach Markteinführung und der Veröffentlichung des White Paper steht BTC besser da als je zuvor. 
Lange genug haben die Institutionen das wohl größte makroökonomische Experiment der Menschheitsgeschichte als passive Beobachter angesehen.Doch mit jedem neu geminten Block verfestigt sich die Einsicht, das Bitcoin keine Eintagsfliege ist, sondern sich vielmehr zu einem festen Finanzinstrument gemausert hat - und dies erkennen auch immer mehr institutionelle Investoren.


Wer bereits länger Anleger der anonymen Digitalwährung ist, weiß, dass Mini-Rallyes bei Bitcoin zur Normalität gehören. Seinerzeit wurde 2017 der Weg von 8.000 US Dollar bis knapp 20.000 US-Dollar in etwas mehr als einem Monat zurückgelegt. Dass im Anschluss mit dem „Krypto-Winter“, also eine „Saure Gurken - Korrekturphase“, folgte, dürften die meisten ebenfalls noch in Erinnerung haben. 

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Und so vollzieht sich immer wieder das selbe Spiel… 
Im Zuge des Halvings steigt der Bitcoin-Kurs an (alle vier Jahre halbiert sich die BTC-Inflationsrate). Schließlich verringert sich das Angebot bei gleichbleibender Nachfrage. Ab einem gewissen Punkt überhitzt der Markt und es folgt der Bärenmarkt. Die mediale Aufmerksamkeit nimmt ab, man erklärt Bitcoin für tot und hakt das Thema ab. Bis es wieder von vorne losgeht.