Wirtschaft
Rezeptfreie Medikamente: Von „nicht geeignet“ bis „gefährlich“?
05.02.2018

Stiftung Warentest hat rezeptfreie Medikamente gegen Erkältung  und Schmerzen untersucht und festgestellt, dass viele davon „wenig geeignet“ sind. 
 
Einige von ihnen befreien angeblich von Husten und Schnupfen, die anderen lindern Halsschmerzen,  in den deutschen Apotheken kann man viele rezeptfreie Medikamente erwerben. Doch helfen sie wirklich? Nun hat die Stiftung Warentest sogar eine Negativliste erstellt.
 
„Meist ergänzen sich die Inhaltsstoffe solcher Präparate nicht sinnvoll“, steht es im Kommentar dazu. „Hinzu kommt, dass die Kombination verschiedener Wirkstoffe im selben Medikament mit einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen einhergeht“, zitiert der Stern aus dem Bericht.
 
Das bekannte Erkältungsmittel „Grippostad C Kapseln“ enthalte beispielsweise Parazetamol, Chlorphenamin, Koffein und Vitamin C. Nach Ansicht der  Warentest-Experten sei diese Kombination aber "nicht sinnvoll". Parazetamol allein einzunehmen, wäre wirkungsvoller. Bei anderen rezeptfreien Arzneimitteln könnte die Wirkung sogar gefährlich sein, berichtet auch Focus-Online. Präparate gegen Verstopfung mit Aloe oder Rizinusöl wirken beispielsweise drastisch abführend und reizen diesem Bericht zufolge den Darm sehr stark.
 
 
„Das Antibiotikum Tyro­thrizin wirkt nur oberflächlich und erreicht Bakterien in tieferen Gewe­beschichten nicht“.  Oder: „Das schmerz­stillende Benzokain kann leicht Allergien hervorrufen“ – von daher  empfiehlt Stiftung Warentest, lieber ein einzelnes Schmerzmittel einzunehmen. Es gibt sogar eine Liste von beliebten Medikamenten, die aber wenig geeignet sind. Diese Liste finden Sie unter „Erfahren Sie mehr“. 

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