Wirtschaft
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Sechsstündige Arbeitswoche: Produktiv und umweltfreundlich
06.06.2019

Der Umwelt zuliebe sollte man eigentlich nur noch sechs Stunden pro Woche arbeiten. Zu diesem Ergebnis kam ein britischer Think-Tank Autonomy und verfasste ein Papier, das als Anstoß für Debatte gedacht wurde. Damit sich die Klimaerwärmung auf zwei Grad beschränkt, müsste nur noch 1610 Kilogramm Kohlendioxid pro Kopf produziert werden.
 
Wen man sich den Ausstoß und die Produktivität der deutschen Volkswirtschaft ansieht, könnte man nur noch sechs Stunden pro Woche arbeiten. In Großbritannien sind das immerhin neun Stunden und Schweden macht mit 12-Stunden-Arbeitswoche das Rennen. Die Idee, die dahintersteht, ist simple. Das Seitenverhältnis zwischen Arbeit und Ressourcenverbrauch seien die gleichen, egal ob man die Wirtschaftsleistungen um ein oder neunzig Prozent zurückgingen.
 
Dass diese Theorie unrealistisch ist, verstehen die Autoren dieser Studie. „Um eine grüne, nachhaltige Gesellschaft zu werden, müssen wir auf eine ganze Reihe von Strategien setzen - eine kürzere Arbeitswoche ist nur eine davon“, erklärte Institutsleiter Will Stronge. Derzeit setzt sich bei der Technik-Branche eine sogenannte 996-Arbeitswoche in China durch. Sechs Tage der Woche sollte man von 9 Uhr morgens bis 21 Uhr arbeiten und das ergibt eine sagenhafte 72-stündige Arbeitswoche. Auf die heftigen Proteste seitens Gewerkschaften gab es von dem Alibaba-Chef und Milliardär Jack Ma nur eine kurze Antwort:“ Wer bei Alibaba anfängt, sollte bereit sein, zwölf Stunden am Tag zu arbeiten.“
 
 

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