Wirtschaft
Sex-Industrie boomt: Goldene Zeit der Coronakrise
20.03.2020

Coronavirus beeinflusst zunehmend unser Leben. Sowohl geschäftlich, als auch privat läuft einiges anders. Und während es bei einem gerade die Existenz zugrunde geht, freut sich ein anderer über gute Geschäfte. Dabei geht es nicht um die medizinische Ausrüstung: Sexspielzeuge lassen sich wie frische Brötchen verkaufen.
 
Viele Länder fuhren gegen Coronavirus bereits Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Dazu gehören auch Frankreich und DACH-Länder. Was macht man, wenn einem während einer Quarantäne die Decke auf den Kopf fällt? Viele Menschen nutzen offensichtlich die Zeit, um ihre Sexualleben aufzufrischen. Die Sex-Toy-Industrie verzeichnet einen deutlichen Verkaufsanstieg von Vibratoren.
 
Besonders in Italien stieg der Umsatz um 60 Prozent gegenüber Prognose. Frankreich und die DACH-Region sind das auch satte 40 Prozent. "Wir sind natürlich nicht davon ausgegangen, dass die Verkaufszahlen auf Grund des Corona-Virus ansteigen. Tausende von Menschen und Unternehmen sind von dem Virus negativ betroffen und auch wir haben mit entsprechenden Herausforderungen gerechnet. Die Zahlen haben uns sehr überrascht", sagte Johanna Rief, Head of Sexual Empowerment des Sex-Toy-Herstellers Womanizer in einem Interview. „Die Aussicht, potentiell mit oder ohne Partner*in eine längere Zeit zu Hause bleiben zu müssen, verleitet viele Menschen wohl dazu, Mittel und Wege zu finden, um das Beste aus der verfügbaren Zeit zu machen", fügte sie hinzu.

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