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Söder schmiedet Pläne für Post-Coronazeit
06.04.2020

Nach der Corona-Pandemie wird Deutschland vor einer weiteren Herausforderung stehen. Dem Land droht womöglich die größte Wirtschaftskrise in der Geschichte und die Politik schmiedet schon die Rettungspläne. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) meldet sich mit einem Vorschlag zu Wort: Es soll ein riesiges Konjunkturprogramm und Steuersenkungen geben. „Wenn die erste Phase mit Soforthilfen und Bürgschaften überstanden ist, brauchen wir darüber hinaus ein vitales Konjunkturprogramm in ähnlicher Größenordnung“, berichtete Söder der „Bild am Sonntag“.

Damit die Inlandsnachfrage angekurbelt werden kann, sind laut Söder Steuererhöhungen keinen richtigen Weg. Im Gegenteil sieht er die umfangreichen Steuersenkungen und Soli-Abschaffung als notwendig. „Darüber hinaus sollten wir die Einkommensteuer insgesamt absenken, damit möglichst viele Arbeitnehmer mehr Geld in der Tasche haben“, so Söder.

Für die Automobilindustrie schlägt Söder auch ein eigenes Programm vor. Zu Wiederaufbau soll keine Abwrack-, sondern eine Innovationsprämie dienen. Der Staat muss dabei den Kauf umweltfreundlicher Fahrzeuge massiv fördern. „Damit sichern wir Arbeitsplätze, schützen das Klima und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Automobilindustrie. Das kann uns nach Corona sogar nach vorn katapultieren“, erklärte der bayerische Ministerpräsident.

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