Wirtschaft
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Spektakulärer Betrug: 20 Millionen Euro für junge Hochstaplerin
15.04.2019

Ein filmreifer Prozess gegen eine russisch-deutsche Hochstaplerin läuft gerade in New York. Vor Gericht steht Anna Sorokin, die als angebliche Millionärstochter einen Kredit über 22 Millionen Dollar (20 Millionen Euro) bei Banken bekam, indem sie ihre Papiere fälschte. Auch die New Yorker High Society fiel ihr zu Füßen.

 

Anna Sorokin wurde in Russland geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Als sie 16 Jahre alt war, zog ihre Familie nach nordrhein-westfälischem Eschweiler. Alles begann, als die junge Dame 2016 in die USA ging. Unter dem Namen „Anna Delvey“ gab sie sich für eine Millionärstochter und Unternehmerin mit rund 60 Millionen Euro auf den europäischen Bankkonten aus, die einen Privatclub mit Filialen in Los Angeles, London, Hongkong und Dubai eröffnen möchte. 

 

Die 28-Jährige führte ein berauschendes Luxusleben, ohne ein Cent dafür zu bezahlen. „Sie stahl von Restaurants, von Hotels, von Freunden, Banken – und sie log, über ihr Erbe, sogar ihren eigenen Namen“, erklärte die Staatsanwältin Kaegan Marie Mays-Williams. Für alles hatte sie eine glaubwürdige Ausrede parat. Mit angeblich vergessenen Kreditkarten bei den Restaurantbesuchen, deutschen Feiertagen oder Zeitverschiebung bei den fehlenden Überweisungen prellte die Hochstaplerin ihre Opfer um sagenhaften 240 000 Euro. Schließlich wurde sie in einem Hotel wegen Zechprellerei festgenommen. Ihre „Abenteuer“ könnten Anna Sorokin bis zu 15 Jahre Haft und eine Verfilmung ihrer Geschichte von Netflix bringen.

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