Wirtschaft
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Trump ist eine Gefahr für deutschen Außenhandel?
13.02.2020

Laut dem Münchner ifo-Institut für Wirtschaftsforschung lag der Überschuss an Waren, Dienstleistungen und Kapital, die Deutschland 2019 exportierte, bei 300 Milliarden Euro. Damit überholte die Bundesrepublik sogar China, Japan und die USA. Was auf den ersten Blick als ein aufstrebender Kurs vorkommt, kann für das Land schwere Konsequenzen nach sich ziehen: Deutschland wird zum nächsten Angriffsziel für Donald Trump.

Die internationalen Ökonomen regen sich schon seit einiger Zeit auf, weil Deutschland exportiert, ohne dafür zu sorgen, dass auch ausländische Ware im Land den Absatz finden. Deutschland habe sein Wirtschaftswachstum auf Kosten Dritter erwirtschaftet. Nun wirkte der Überschuss auch auf die deutsche Wirtschaft negativ aus - es entstand ein großes Defizit der Binnenwirtschaft. Während zu viel Kapital ins Ausland floss, fehlten Investitionen im eigenen Land.
 
Als Nächstes könnte auch Donald Trump für Probleme sorgen. Nach China ist nun Deutschland ein Land mit dem hohen Handelsbilanzüberschuss. Im Laufe seines Wahlkampfs wird der noch amtierende US-Präsident Deutschland vermutlich nicht direkt angreifen können - in Handelsfragen ist die Bundesrepublik an die EU-Kommission angewiesen. Deshalb wäre es denkbar, dass Trump die EU ins Visier nehmen wird. Und das werden die EU-Handelspartner sein, die Deutschland Probleme bereiten werden. Als Gegenmaßnahmen wären allerdings die höheren Löhne oder die Steuersenkung denkbar: Die höhere Kaufkraft der Bevölkerung und der stärkere Konsum der Importwaren könnten eine Lösung des Problems mit sich bringen.

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