Wirtschaft
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Trump zwingt Wirtschaft in die Knie?
10.07.2018

Die rücksichtslose Handelspolitik der USA verschärft sich in atemberaubendem Tempo. Viele Wirtschaftsexperten haben gefürchtet, dass gerade Deutschland der größte Verlierer des wirtschaftlichen Pokerspiels sein könnte. Unsere Wirtschaft ist vor allem auf Export ausgerichtet. Die deutsche Autoindustrie ist am meisten in dieser Hinsicht verwundbar. Trump wusste es und teilte mit, dass Washington die deutsche Autoindustrie ins Visier nimmt. „Wir werden Mercedes-Benz mit Zöllen belegen, wir werden BMW mit Zöllen belegen“, geißelte Trump über die EU-Pläne, die Sanktionspolitik der USA in Bezug auf Stahl- und Aluminiumimporte entsprechend zu bestrafen. 
 
Die jüngsten Daten aus der deutschen Wirtschaft deuten allerdings darauf hin, dass Deutschland im Handelskrieg gegen die USA immer noch gute Karten hat. Die Industrie vermeldete einen positiven Trend: Die Umsätze legen kräftig zu und die neuen Bestellungen stiegen stark um 2,6 Prozent. Galina Potjagailo, Außenhandelsexpertin beim Institut für Wirtschaftsforschung Kiel (IfW), erklärt diese Tendenz damit, dass die USA gegenüber Deutschland und dem Euro-Raum bisher sehr wenige Strafzölle implementiert haben.“
 
Die deutsche Autoindustrie hat allein im vergangenen Jahr fast 1,4 Millionen Autos in den USA verkauft. Die US-Strafsanktionen gegen die wichtigste Branche Deutschlands wären ein harter Schlag gegen unser Land. Es gibt jedoch Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft diesem Schlag standhalten kann.
 
 

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