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Dieser EU-Beschluss empört deutsche Autohersteller
18.12.2018

Die EU verschärft die Grenzwerte für CO2. Neuwagen sollen ab 2030 im Schnitt 37,5 Prozent weniger Kohlendioxid in die Luft ausstoßen als jetzt. Auf Druck der deutschen Autokonzerne hat die Bundesrepublik versucht, laschere Grenzwerte auszuhandeln. Brüssel hat die strenge Regelung jedoch durchgesetzt. Die Autobauer zeigen sich empört und fordern nun Subventionen von dem Staat.
 
„Diese Regulierung fordert zu viel und fördert zu wenig“, kommentierte der Verband der Automobilindustrie (VDA) das europäische Gesetz. Außerdem äußerte sich der Verband skeptisch über die Möglichkeit, die beschlossenen Grenzwerte bis 2030 zu erreichen. „Eine CO2-Minderung um 37,5 Prozent zu liefern, mag sich plausibel anhören, aber gemessen am heutigen Stand ist es völlig unrealistisch.“
 
Politisch gesehen ist die Verabschiedung dieser Regelung eine deutliche Niederlage für die Bundesregierung, die, wie es scheint, die Interessen der wichtigsten Branche Deutschlands nicht verteidigen konnte. Die EU-Parlamentarier sind mit dem Beschluss zufrieden. „Nach dem erfolgreichen Abschluss der Weltklimakonferenz in Katowitz ist dies nun ein nächster wichtiger Schritt, damit wir unsere Klimaziele erreichen“, sagte die EU-Ratsvorsitzende Elisabeth Köstinger. EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete nannte die Regelung ausgewogen.

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