Wirtschaft
shutterstock.com
Viren und Trojaner für Smartphones: Das Geschäft boomt
08.08.2019

Wer heutzutage mit der Karte im Supermarkt bezahlt, ist längst nicht mehr modern. Auch Online-Überweisungen geschweige die Filialbesuche sind bei der Banking fast schon Vergangenheit. Das, was auf die breite Masse der Bankkunden zukommt, sind Apps, die allerdings ein beliebtes Ziel von Kriminellen sind.

 

Das aktuelle Bericht der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike zeigt, dass es eine „aktive Untergrundindustrie“ gibt, die mit Mobilen-Banking-Trojanern im Darknet handelt.Der Verkauf von Mobile-Banking-Trojanern im Darknet sei derzeit sehr lukrativ, was wiederum deren Entwicklung fördere, erklärte Zeki Turedi, Technologiestratege bei Crowdstrike. Es gibt sogar ein Geschäftsmodell namens „Malware as a Service“, in dem die Schadsoftware im Abonnement von den Entwicklern an andere Kriminelle verkauft werden. Dabei kurbeln die Updates der IT-Experten das Geschäft nur ein - es müssen dann neue Trojaner entwickelt werden.

 

Die Methoden der Trojaner, Passwörter und andere persönliche Daten der Bankkunden zu lesen, sind ausgeklügelt: von der Überlagerungen der Eingabefelder bis hin zur Überwachung der eingehenden SMS. Und das Alles ist möglich, weil die Kriminellen Trojaner über Apps und Downloads in die Smartphone einschleusen können. Sie platzieren ihre gefälschten Apps bei Google Play Store bzw. App Store, dabei fällt die Fälschung gar nicht auf. „Die Gruppe BianLian tarnt sich beispielsweise als türkische Sprachen-App. Sobald man sie installiert hat, zielen die Angreifer im Hintergrund auf mehr als 20 türkische Banken ab. Die Schadsoftware verfolgt zum Beispiel, welche Informationen man eingibt, wenn man auf ihre Webseite geht“, warnt Turedi. Da es so gut wie keine Sicherheitssoftware für Smartphones gibt, ist eigene Vorsicht bei Downloads, Links und Websites sehr gefragt.

 

Tweet