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VW-Skandal: dieses OLG-Urteil ist ausschlaggebend für Autobesitzer
30.09.2019

Im VW-Skandal wurde ein entscheidendes für viele Autobesitzer Urteil vom OLG Frankfurt gesprochen. Es betrifft die Karossen, bei denen der Motor EA 189 eingebaut wurde. VW muss für diese Autos haften: das Fahrzeug zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Ein Einspruch schloss das Gericht aus, weil es eine "vorsätzliche sittenwidrige Schädigung" durch VW vorliegt.

 

Ein Käufer erwarb 2009 einen VW-Tiguan der Baureihe EA 189 EU 5. Nachdem die Manipulation durch VW ans Licht kam, forderte er die Rückzahlung des Kaufpreises unter Berücksichtigung der Abnutzung. Das Landgericht Hanau wies jedoch die Klage zurück. Der Kläger ging in Berufung und OLG Frankfurt entschied der Fall zu seinen Gunsten.

 

Durch die Abschalteinrichtung sei unschwer erkennbar die Betriebserlaubnis der Fahrzeuge bedroht gewesen, ist sich der Richter sicher. Wie hoch die Entschädigung ausfällt, wird von einem Sachverständigen entschieden. Nachdem Gerichtsurteil nahm der Konzern seine Stellung: VW erkennt seine Schuld nicht an und meint, dem Kunden keine Schaden zugefügt zu haben – schließlich verfügen die manipulierten Fahrzeuge über die erforderlichen behördlichen Genehmigungen und Zulassungen. Mit seinem Urteil schloss aber das OLG Frankfurt für Volkswagen den Gang zum Bundesgerichtshof aus.

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