Wirtschaft
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Wer rettet unsere Ersparnisse?
11.04.2019

Die Deutschen sind bekanntlich Sparfüchse unter den Europäern. Im Schnitt legen sie etwa zehn Prozent ihres monatlichen Einkommens zur Seite. Das war zumindest so, denn eine Studie der Ing Diba zeigt eine beunruhigende Entwicklung. Weniger und weniger Deutschen schaffen es, Geld zurückzulegen. Bei jedem Dritten ist die Kasse am Monatsende leer.

 

Im internationalen Vergleich schneidet die Bundesrepublik schlecht ab und hat den zweithöchsten Anteil der Menschen ohne Ersparnisse unter 13 europäischen Ländern. Nur Rumänien hat mehr. In Spanien, in der Türkei und in Polen sieht die Lage besser aus. Innerhalb eines Jahres stieg dieser Wert um 4 Prozent an, währenddessen lag der europäische Durchschnitt bei nur einem Prozent. 

 

63 Prozent der Befragten nannten ein zu geringes Einkommen als Grund für ihren nicht vorhandenen Sparplan. Für etwa zehn Prozent waren es „unerwartete Ausgaben“ oder „Ausgaben für Dinge, die nicht zum Grundbedarf gehören“. Noch mehr Menschen ohne Ersparnisse gibt es momentan nur in Rumänien. „Während dort also offenbar die generelle wirtschaftliche Situation für den hohen Anteil ohne Ersparnisse verantwortlich ist, ist es im wohlhabenden Deutschland eher die ungleiche Vermögensverteilung“, erklären die Autoren der Studie.

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