Wirtschaft
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Wird dieser neue Auto-Riese die deutsche Autoindustrie in die Knie zwingen?
31.10.2019

Man spricht von einer historischen Großfusion in der Automobilbranche. Der italienische Autohersteller Fiat Chrysler und der französische Autohersteller Peugeot SA (PSA) haben ihre Pläne über einen Zusammenschluss bestätigt. Aus dieser Fusion wird ein weltweit viertgrößter Autokonzern nach Volkswagen, Toyota und Renault-Nissan entstehen. Die Ambitionen der beiden Konzerne begnügen sich jedoch nicht mit dem vierten Platz am Absatz gemessen. Die Fusion soll dazu führen, dass der neue Auto-Riese zu einem weltweit führenden Autokonzern wird. Die Fusion der beiden europäischen Konzerne ist eine unmittelbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie. 

Das Hauptziel, das die Konzerne mit der Fusion erreichen wollen, läuft darauf hinaus, die hohen Kosten für neue Technologien wie Elektroautos und autonomes Fahren teilen. Insbesondere ist dies für Fiat wichtig, denn der italienische Konzern gab bekanntlich wenig Geld für die Innovationen aus. Dafür hatte er gute Marktabsätze in den USA und Asien, die im Rahmen der Fusion weiter ausgebaut werden können.

Der Fiat-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann, Enkel des langjährigen Konzern-Bosses Giovanni Agnelli, wollte schon lange eine Fusion mit den anderen Autoherstellern eingehen, denn der Konzern war nicht in der Lage, die notwendigen Investitionen alleine zu stemmen. Fiat wollte sich zuerst mit Renault anbändeln. Die Verhandlungen scheiterten und der Konzern wandte sich an einen anderen französischen Autohersteller Peugeut. Diesmal hat es geklappt.

 

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