Wirtschaft
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Zu hohe Verschuldung der Länder: Bilanz ist katastrophal
01.08.2019

Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) wurde 2010 als Reaktion auf die Krise ins Leben gerufen. Er überwacht die Stabilität des Finanzsystems in der EU und gibt als Frühwarnsystem ein Signal, sollte die Finanzlage in Gefahr sein. Neulich bewertete ESRB die Risikoprämien an den Finanzmärkten neu und deutete es als einen Einbruch der Kurse auf breiter Front. Auch die Bilanzschwäche der Banken und die Gefahr einer zu hohen Verschuldung von Ländern, Firmen und Haushalten kommen noch dazu. Den Experten zufolge stellt sich auch eine drohende europäische Immobilienblase eine nicht weniger große Gefahr.

 

Der EZB-Chef Mario Draghi zusammen mit dem Expertenteam prophezeit die Überhitzung des Immobilienmarktes in Europa. Die Rede ist über die Überbewertung und somit einen extremen Anstieg der Preise im Wohnimmobiliensektor. Unter anderem verschulden sich die Privathaushalte bei Immobilienfinanzierung immer mehr. Der Wohnungsmarkt sei dadurch anfällig, sollte sich das wirtschaftliche Umfeld verschlechtern, so der ESRB. Sollte die Immobilienblase platzen, würde es zu erheblichen Verlusten bei den Banken und anderen Immobilienfinanzierern führen.

 

Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt scheint die Lage weniger angespannt zu sein. Trotzdem zeichnet sich eine Überbewertung in den meisten Ländern ab. Einer der Gründe für den Preisanstieg sei die Renditejagd von Investoren. Laut Experten steigt die Vergabe von Gewerbeimmobilienkrediten nur leicht an und in Deutschland, Italien und Spanien sei sie sogar im negativen Bereich.

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