Wirtschaft
Deutschland verlässt die Euro-Zone?
10.01.2017

Nach Angaben der FAZ will die AfD die Euro-Zone in zwei Teile spalten. „Für südeuropäische Staaten ist der Euro zu stark, für Deutschland und eine Reihe anderer Staaten ist er zu schwach“, erklärte AfD-Chef Jörg Meuthen in einem Interview.

 

„Denkbar wäre, dass die wirtschaftlich schwächeren Staaten aus dem Euro aussteigen“, sagte der Politiker und zählte die Länder auf: Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch Frankreich.

Deutschland, Österreich, die Niederlande und Finnland sollten seiner Ansicht nach in der Euro-Kerngruppe verbleiben. Dabei sprach er von der möglichen Währungszone für die südeuropäischen Länder. „Griechenland zum Beispiel ist so schwach, dass ich kein anderes Land wüsste, das mit Griechenland eine gemeinsame Währung bilden wollte.“  Gleichzeitig könnten dann Italien, Spanien und Portugal sowie Frankerich einen eigenen Währungsverbund bilden.

 “Fest steht, dass wir mit völlig unterschiedlichen Währungskulturen und unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten den Euro als Spaltpilz der EU erleben“, sagte Meuthen.

 

Durch so eine Spaltung werde Euro stärker und deutsche Produkte teuerer, so die Argumentation.  „Denn zu der Zeit, als Deutschland die Hartwährung D-Mark hatte, waren wir ja auch Exportweltmeister.“

 

Außerdem schließt die AfD nicht aus, dass Deutschland die Euro-Zone zur Not auch alleine verlässt. „Wir schließen aber keinen alleinigen Ausstieg aus dem Euro aus. Das hängt davon ab, wie dramatisch sich die Dinge entwickeln.“

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